Azubiprojekt „VR-MehrWERT“

Mit dem  Sozialprojekt „VR-MehrWERT Mufl“ haben wir Azubis aus dem 2. Lehrjahr nicht nur soziales Engagement gezeigt, sondern auch für uns selbst viele neue Erfahrungen gesammelt. Zum Abschluss des Projekts möchten wir nun noch einmal unsere Erlebnisse teilen.

Bereits seit Ende Januar beschäftigen wir, die zehn Auszubildenden der Raiffeisenbank, uns mit den minderjährigen Flüchtlingen. Zum ersten Mal sollten ihnen diverse Bankthemen näher gebracht werden. Welche Möglichkeiten habe ich, in einem Geschäft zu bezahlen? Wie funktioniert eigentlich ein Bankautomat? Und was ist ein Konto? Da diese Themen noch für viele etwas ganz neues waren, stellte sich schon ganz zum Beginn heraus, welch große Aufgabe dies werden würde.

Vorbereitungen

An den Projekttagen unseres Teams im Februar drehte sich alles darum, wie man mit Spiel und Spaß den Flüchtlingen das Bankgeschäft erklären konnte. Wir einigten uns darauf, unseren Flüchtlingsgruppen aus Neustadt und Wombach erst einmal einen Besuch abzustatten, um sie in lockerer Atmosphäre kennenzulernen, die Situation besser einschätzen zu können und deren Vertrauen zu gewinnen.

Kennenlerntreffen

So fuhren wir am 24. Mai zu den Flüchtlingsheimen – bepackt mit Kuchen und einer ganzen Menge Neugierde. Wie würden die Jungs uns empfangen? Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Jeder freute sich über unseren Besuch und war sehr interessiert an dem, was wir zu erzählen hatten. Die Flüchtlinge, alle zwischen sechzehn und achtzehn Jahren, erzählten uns aus welchen Ländern sie kommen und wie es ihnen in Deutschland gefällt. Auch konnten wir uns ihre Zimmer und Gemeinschaftsräume ansehen und so einen guten Einblick in ihr Leben gewinnen. Unter anderem erzählten wir ihnen natürlich auch von den geplanten Banktagen, an denen wir ihnen im Lohrer Kompetenzzentrum alles rund ums Thema Bank beibringen wollten. Nun konnten unsere Vorbereitungen richtig starten. Endlich wussten wir, mit wem wir es zu tun hatten – ca. 25 Jungs, die gespannt darauf waren, etwas von uns zu lernen.

mufl1Banktage

Am 19. und 20. Juli war es dann schließlich so weit, wir konnten unsere „Mufls“ in der Bank begrüßen. Bereits am Morgen wurden Stände aufgebaut, Essen und Getränke angerichtet und letzte Vorbereitungen getroffen. Wir starteten mit einer kurzen Präsentation über die Raiffeisenbank Main-Spessart und erklärten, was uns als Genossenschaftsbank von anderen Banken unterscheidet. Danach wurden die Jungs schließlich in kleine Gruppen eingeteilt, um sich die verschiedenen Stände anzuschauen. Dort wurde ihnen erklärt, was ein Konto eigentlich ist. Oft wurden wir davon überrascht, wie viel der eine oder andere schon wusste. Anderen hingegen konnte wirklich geholfen werden. Auch eine Überweisung auszufüllen, stellte für einige noch eine Herausforderung dar. Doch mit etwas Hilfe, meisterten die Jungs auch das. Des Weiteren konnten sie sich die verschiedenen Banknoten und Münzen ansehen oder zum ersten Mal den Bankautomaten selbst bedienen. Nachdem alle gut mitgearbeitet hatten, erhielt jeder noch eine Tüte mit kleinen Geschenken, die sie an ihren Aufenthalt in der Raiffeisenbank erinnern werden. Somit entließen wir die beiden Gruppen in einen verdienten Feierabend, den die meisten aufgrund der großen Hitze im Schwimmbad verbrachten.

mufl2Abschlussveranstaltung

Bereits am Freitag darauf sahen wir die Flüchtlinge wieder, denn für diesen Tag war unser Abschlussfest vorgesehen. Wir trafen uns alle zusammen an der Flüchtlingsunterkunft in Wombach. Bei perfektem Wetter wurde gegrillt, geredet und Fußball gespielt. Erneut fiel auf, wie sehr die Flüchtlinge sich freuten, dass wir unsere Zeit mit ihnen verbrachten. Es hat uns sehr gefreut, dass auch der Raiba-Vorstand vorbeigeschaut hat und durch die Präsenz die Wichtigkeit dieses Projektes noch einmal deutlich wurde.

Bericht von Kristina Krügner

 

 

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