Hartes, schönes Schäferleben.

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Schäfer Fritz Bruder, Wiesenfeld

Die Schafhaltung hat in Unterfranken eine sehr lange Tradition, denn kein Haustier lieferte den Menschen so viele Produkte wie das Schaf – Dünger, Felle, Fleisch, Milch, Wolle und Saitlinge. So wird der feine, dünne Naturdarm vom Schaf bezeichnet, mit dem in der Regel Frankfurter und Wiener Würstchen sowie Nürnberger Rostbratwürste hergestellt werden. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg begann die Talfahrt. Insgesamt  stehen heute in Unterfranken rund 37 500 Schafe. Es gibt etwa 600 Koppelschafhalter, aber nur noch 57 hauptberufliche Herdenschäfer. Drei von ihnen aus dem Landkreis Main-Spessart geben unseren Lesern einen Einblick in ihr Schäfer-Leben.

Mit Romantik hat das Leben von Friedrich Bruder und seinem Sohn Thomas aus Wiesenfeld, Peter Amend aus Neuendorf und dem Schäfer-Paar Dieter Michler und Christiane Geiger aus Adelsberg nicht viel zu tun. Die Übernachtung im Schäferwagen wie in früheren Generationen ist passé – heute übernachten die Berufsschäfer zuhause, dennoch sind sie nach wie vor viel an der frischen Luft, können sich ihren Tag einteilen, außer im Winter.

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Schäfer Amend, Neuendorf

LANDSCHAFTSPFLEGER
Ein wichtiges Standbein für die Berufsschäfer ist die Landschaftspflege: Von Ende April bis Mitte Dezember ist Peter Amend mit einem Großteil seiner Herde draußen im Aubachtal zwischen Habichsthal und Frammersbach. Auf dessen Anhöhen, wo die Landschaftspflege nur schlecht mit Maschinen möglich ist, treibt Amend mit seinen zwei Hunden seine Schafherde. „Das ist jeden Tag mein Fitnessprogramm“, erklärt der durchtrainierte 52jährige mit einem Schmunzeln. Vom Oktober bis Mitte November lammen die ersten Muttertiere noch draußen auf der Weide. Abends nimmt der Schäfer sie dann im Anhänger mit in den heimatlichen Stall.
Die Bruders sind mit ihren „Wollknäueln auf vier Füßen“ in den Naturschutzgebieten Mäusberg – Rammersberg – Ständelberg bei Wiesenfeld und auch auf der anderen Mainseite „Am Grainberg“ im Einsatz. Außerdem grast ein Teil der Herde noch bei Hofstetten am Main.
Die Adelsberger sind sogar noch weiter weg mit ihrer 800 Tiere umfassenden Herde: Von Frühjahr bis Mitte November weiden ihre Tiere auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken in der Rhön. Acht bis zehn Stunden sind Dieter Michler, Christiane Geiger oder ihr Schäfer Christof draußen bei den Tieren. Wenn sie wieder nach Hause fahren, sind die Schafe hinter dem Elektrozaun nicht allein, sondern haben drei besonders aufmerksame Aufpasser: Karla, JJ und die kleine Jacky – seltene Pyrenäenberghunde, die als spezielle Herdenschutz-Hunde selbstständiges „Handeln“ gewohnt sind.

LECKERES LAMMFLEISCH
Die Lammfleischproduktion ist kostendeckend. Peter Amend hat mit der Erzeugergemeinschaft in München einen Vertrag abgeschlossen. Der Neuendorfer
liefert seine Tiere nicht in Bayerns Süden, sondern meist holen Händler aus
dem Frankfurter und Offenbacher Raum alle drei bis vier Wochen jeweils rund
40 Tiere am Hof ab. Sie haben dann ein Schlachtgewicht von 45 bis 50 Kilogramm
und bringen um die 120 Euro. Die 78jährige Mutter hilft nicht nur beim schaefer fritz bruder wiesenfeld (18)
Wiegen mit. Wenn eine Schafmutter zu wenig oder gar keine Milch gibt, ist Gabriele Amend mit dem Fläschchen für die kleinen Lämmer da.
Die Bruders arbeiten mit einem privaten Händler zusammen, der ihnen die Lämmer abkauft. Die Zeiten sind vorbei, als noch zuhause im eigenen Schlachtraum Tiere zerlegt wurden. Die Hygieneauflagen dafür sind zu hoch.
Der Betrieb Michler in Adelsberg baut die Bioschiene, die er seit 2015 fährt, immer weiter aus. Die studierte Landwirtin Christiane Geiger, die aus einer Schäferfamilie im baden-württembergischen Bad Wimpfen stammt, ist ebenfalls Berufsschäferin und engagiert sich als Vorstandsmitglied in der Vermarktungsinitiative Grünland Spessart e. V.. Schon jetzt lässt der Adelsberger Betrieb Schafschinken und Salami produzieren, die beim Weihnachtsmarkt in Hohenroth oder den Nikolaustagen in Karlstadt angeboten werden. Die Familie hat, um alle Schafe für kurze Zeit im Winter biokonform schaefer fritz bruder wiesenfeld (28)unterbringen zu können, einen zusätzlichen zweiten Stall gebaut und den alten Stall etwas verändert. Das Bioland-Siegel darf sie seit 2016 führen. Drei Wochen dauert es im November, bis ihre Tiere von der Rhön wieder nach Hause in den heimatlichen Stall getrieben werden. Doch das wird auch immer schwieriger. Den hauptberuflichen Schäfern werden Flächen entzogen durch EU-Förderprogramme zur Haltung von landwirtschaftlichen Nutztieren wie Pferden, Rindern, Wasserbüffel, Ziegen, Eseln bis zu Lamas und Alpacas. Außerdem ist die Konkurrenz bei Pachtflächen groß durch Biogasanlagen.

So gut wie gar kein Geld ist mit der Wolle zu verdienen. Aber das Tierschutzgesetz
schreibt die Schur einmal jährlich vor. Die Schäfer sind froh, wenn sie überhaupt
die Kosten fürs Scheren decken können. Die Muttertiere werden meist ab der
zweiten Märzhälfte von ihrer Wolle befreit. Hier in der Gegend sind vor allem
polnische Schafscherer im Einsatz.

Schäfer Thomas Bruder Wiesenfeled

Schäfer Thomas Bruder, Wiesenfeld

LEBENDE KRIPPE
Romantisch wird es meist am dritten Adventssonntag am Wiesenfelder Rammersberg, wenn das Gelände der Familie Bruder sich in eine „Lebende Krippe“ verwandelt: Im eigens für diesen Anlass gezimmerten kleinen Stall, über dem der Stern von Bethlehem leuchtet, lässt sich die heilige Familie nieder, verkörpert von einem jungen Paar mit Baby. In den vergangenen drei Jahren haben zwei der 27 Jahre alten Bruder-Drillinge für Babys gesorgt. Thomas Bruder ist nicht nur in die Fußstapfen seines Vaters getreten, sondern auch noch leidenschaftlicher Hundezüchter und -führer. Als solcher ist er bereits als junger Mann mit seiner Schäferhündin Ella Deutscher Meister im Leistungshüten geworden.

KLUGE HÜTEHUNDE
Hüten ist für den Schäfer kein Spaziergang und für die herumtollenden Hunde keine Spielerei. Beim »Auspferchen« nach dem Öffnen der Pforte muss der Hund wissen, wo er steht, beim Treiben der Herde über Engstellen und Brücken dafür sorgen, dass die Herde schmal und langgezogen passiert. Kleine Sünden der Schafe muss der Hund sofort bestrafen: Will eines ausscheren, darf er zu einem kurzen Nacken-, Keulen oder Rippenbiss ansetzen – aber nicht so fest, dass das Tier verletzt wird oder Schaden an der Wolle nimmt.

So hart die Schäferei auch für Mensch und Hund ist – keiner der hier Porträtierten würde mit einem Bürojob tauschen.

Schäfer Dieter Michler

Schäfer Dieter Michler, Adelsberg

Crowdfunding – viele schaffen mehr!

VSM-LogoSchon 2015 haben wir Ihnen in unseren „Raiba on Tour“-Veranstaltungen das Crowdfunding Konzept „Viele schaffen mehr!“ vorgestellt. Im Anschluss daran haben wir sehr viel positives Feedback von Ihnen erhalten, deshalb haben wir uns entschieden Crowdfunding auch in unserem Geschäftsgebiet in Main-Spessart zu etablieren.

Jetzt ist es endlich soweit: Unsere Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ ist online! Wie Crowdfunding funktioniert und was es genau ist zeigt euch dieses Video:

 

„Viele schaffen mehr“ ist die Kernaussage von Crowdfunding. Viele Menschen haben gute Ideen, wie sie das Leben für sich und andere noch besser gestalten können. Was oft fehlt, sind die nötigen finanziellen Mittel, um diese Pläne zu verwirklichen. Mit unserer Crowdfunding-Plattform haben wir die Lösung für sie. Vereine oder gemeinnützige Institutionen können ganz einfach ihr Projekt auf unsere Plattform hochladen und in nur zwei Phasen verwirklichen.

Zwei Phasen – ein Ziel: Projekte finanzieren!

  • Phase 1: Fans sammeln, die ihrem Projekt eine Stimme geben.
  • Phase 2: Finanzierungsphase starten: Ist die nötige Anzahl von Fans gefunden, startet die Finanzierungsphase, in der das Geld für das Projekt gesammelt wird. Dabei gibt jeder einfach so viel Geld wie er möchte. Nach 90 Tagen wird geschaut, ob genügend Geld für die Realisierung des Projekts gesammelt wurde. Wenn ja, können die Initiatoren durchstarten. Falls die notwendige Summe nicht erreicht wurde, bekommen die Förderer ihr Geld zurück. Damit möglichst viele gute Ideen realisiert werden können, bezuschussen wir alle Projekte in der Finanzierungsphase durch zusätzliche Spenden aus unserem Crowdfunding-Spendentopf, der zum Start mit 20.000 Euro gefüllt wurde.

Möchten Sie Projekte in Main-Spessart unterstützen oder vielleicht selbst ein Projekt realisieren? Dann schauen Sie auf unserer Crowdfunding-Plattform www.raiba-msp.viele-schaffen-mehr.de vorbei. 🙂

Hier erhalten Sie ein paar Impressionen zu Crowdfunding:

 

Genossenschaftliche Beratung ist anders

Einsicht ist bekanntlich der erste Weg zur Besserung: Das mag sich mancher denken, wenn wieder mal der aktuelle Werbespot einer deutschen Großbank über den Bildschirm flimmert: In dem Spot heißt es, man habe verstanden. Von nun an stelle man den Kunden in den Mittelpunkt, werde zum Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen und belohne Berater nicht mehr für den Verkauf möglichst vieler Produkte. Alles löbliche Vorsätze – nur fragt man sich, was das Geldinstitut bisher so alles getrieben hat. Hierauf bietet der 60-Sekunden-Spot vorsichtshalber keine Antworten.

Für Genossenschaftsbanken sind kundenorientierte, unabhängige Beratung, Finanzierung des Mittelstands und regionale Förderung keine Werbeversprechen. Es sind Fundamente unserer seit über hundert Jahren bestehenden Geschäftsphilosophie: Die genossenschaftliche Beratung.

Volks- und Raiffeisenbanken sind nicht irgendwo, sondern dort wo Sie sind. Unsere Mitarbeiter kommen aus der Region in der sie auch arbeiten. Vielleicht sind Sie Ihrem Berater vor der ersten Beratung schon mal begegnet, weil Sie im gleichen Ort wohnen. Wir hören Ihnen nicht nur kurz zu, sondern nehmen uns so lange Zeit bis wir Ihre persönlichen Ziele und Wünsche ganz genau kennen und verstehen. Wir sprechen mit Ihnen kein Fachchinesisch, sondern einfach, verständlich und auf Augenhöhe. Wir möchten, dass Sie uns langfristig vertrauen. Denn Vertrauen und Nähe sind die Grundlage unserer genossenschaftlichen Beratung.

GenoberatungDabei analysieren wir zum Beispiel in jeder Anlageberatung genau den Anlagezweck und die Risikobereitschaft. Wir helfen Ihnen, herauszufinden, welcher Anlagetyp Sie sind. Dabei zeigen wir Chancen der jeweiligen Anlageform auf und achten darauf, unnötige Risiken zu vermeiden. Das Verhältnis von Rendite und Risiko machen wir klar. Wir bieten Leistungen zu fairen Konditionen, die wir offenlegen, damit unsere Mitglieder und Kunden frei und selbstständig entscheiden können.

Nutzen Sie das Wissen unserer Finanz-Spezialisten und scheuen Sie sich nicht, genauer nachzufragen. Und damit Sie jederzeit „schwarz auf weiß“ nachlesen können, welche Vorteile Ihre Anlage hat, geben wir Ihnen Produktinformationsblätter mit. Wir erläutern Ihnen die Hintergründe unserer Empfehlungen und geben verständliche Informationen dazu.

Bei einer Wertpapierberatung erhalten Sie darüber hinaus ein ausführliches Gesprächsprotokoll. Darin werden Ihre Wünsche und unsere Empfehlung selbstverständlich mit einer Begründung festgehalten. Unsere Berater füllen das Protokoll gewissenhaft aus. Denn für uns heißt es: Verantwortung übernehmen für unser Handeln – ganz im Sinne Ihrer Zufriedenheit und eines beispielhaften Verbraucherschutzes.

Die Mitarbeiter der Raiffeisenbank Main-Spessart identifizieren sich mit ihrer Genossenschaftsbank. Sie sind unternehmenstreu und erfahren. Das gewährleistet eine gute und verantwortungsvolle Beratung. Unsere Mitarbeiter nutzen ihr Wissen im Sinne des Kunden. Sie wollen Kunden überzeugen, nicht überreden.Genoberatung2

Übrigens: Die Vergütung unserer Mitarbeiter ist von festen Tarifgehältern geprägt. Diese Unabhängigkeit gewährleistet im Gegensatz zu vielen anderen Finanzdienstleistern eine freie Beratung.

Erklärfilm zur genossenschaftlichen Beratung

Unsere neuen Auszubildenden sind da.

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Rund 78.000 Euro Förderspenden im ersten Halbjahr 2013

v.l.n.r. Dir. Helmut Kraft (Raiffeisenbank), Monika Amrhein (Kindertagesstätte Urspringen), Uli Heck (FC Ruppertshütten), Manuel Herrmann (TSV Wiesenfeld), Joachim Rauch (Kath. Kirchenstiftung Gössenheim)

v.l.n.r. Dir. Helmut Kraft (Raiffeisenbank), Monika Amrhein (Kindertagesstätte Urspringen), Uli Heck (FC Ruppertshütten), Manuel Herrmann (TSV Wiesenfeld), Joachim Rauch (Kath. Kirchenstiftung Gössenheim). Auf dem Foto fehlt Marlies Grollmann (Lebenshilfe Marktheidenfeld e.V.)

Stellvertretend für über 180 Vereine, Schulen und weitere gemeinnützige Institutionen überreichte der Vorstand der Raiffeisenbank Main-Spessart an fünf erfreute Spendenempfänger Spenden in Höhe von über 5.000 EUR.

„Die Spendenübergabe heute hat auch symbolischen Charakter“, so Direktor Helmut Kraft in seiner kurzen Ansprache. Das zu Beginn 2012 ins Leben gerufene Förderprogramm „Gemeinsam für Main-Spessart“ sei eine hervorragende Sache für die Förderung unserer Kinder und Jugendliche im Lankreis und eine Bestätigung für die vielfältige ehrenamtliche Arbeit, die in den MSP-Gemeinden tagtäglich geleistet wird, so der Vorstandsvorsitzende weiter.

Im Laufe des Jahres 2013 wurden bereits über 78.000 Euro regelmäßige und anlassbezogene Förderspenden im Landkreis verteilt. Zwei Drittel davon fließen Schulen und Vereinen in Form von jährlich wiederkehrenden Beträgen, die sich in ihrer Höhe an den Schülerzahlen bzw. Mitgliederzahlen orientieren.

„Es ist Teil unseres genossenschaftlichen Förderauftrags, als regional tätige Genossenschaftsbank dazu beizutragen, dass der Landkreis auch weiterhin lebenswert und attraktiv bleibt“, betonte Kraft.

Schulen und gemeinnützige Vereine können sich für eine Förderung bewerben – sowohl jährlich wiederkehrend als auch aus besonderem Anlass. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass der Verein gemeinnützig ist und auch eine geschäftliche Beziehung, sprich eine Kontoverbindung, zur Genossenschaft unterhält.

Das Förderprogramm der Raiffeisenbank speist sich aus den Zweckerträgen des Gewinnsparens. Über 40.000 Gewinnsparlose tragen dazu bei, dass die Raiffeisenbank jährlich einen Spendentopf von rund 120.000 EUR für gemeinnützige Projekte in ihrem Geschäftsgebiet zur Verfügung hat.

Informationen zum Förderprogramm der Raiffeisenbank Main-Spessart gibt’s auf der Website www.raiba-msp.de/foerderprogramm.

Die heutigen Spendenempfänger im Einzelnen:

– die Kath. Kirchenstiftung Gössenheim für den Neubau des Pfarrheimes

– die Lebenshilfe Marktheidenfeld und Umgebung e.V. für die Anschaffung eines PKWs für die Frühförderung im Landkreis

– der TSV Wiesenfeld e.V. für Renovierungsarbeiten in der Waldsassenhalle

– die Kindertagesstätte „Löwenzahn“ in Urspringen für die Anschaffung von zeitgemäßen Spielgeräten

– der FC Germania Ruppertshütten e.V. für die Jugendarbeit im Rahmen der regelmäßigen Vereinsförderung.